Die Geschichte...


ich im 5.Monat

Hallo, hier möchte ich euch ein wenig über mich erzählen und wie es mir ging als ich die Diagnose Trisomie21 für meinen kleinen Engel bekam.

Aber eins nach dem anderen!

Mein Name ist Nike,und bin heute 24 Jahre alt. Gebürtig komme ich aus dem schönen Rheinland-Pfalz. Allerdings die Liebe verschlug mich 2005 dann nach Hamburg. Denn ich lernte Zwerg seinen Erzeuger kennen, und ich dachte er wäre meine große Liebe. Ohne zu wissen, das dieser Mann mir sovieles an tun würde.

Ich wurde belogen, betrogen usw. Dieser Mensch hat mir so ziemlich alles angetan was man einer Person nur an tun konnte!

Fast 3 Jahre waren wir zusammen. 2007 bin ich schwanger geworden, nicht grade gewollt. Aber naja, es ist halt passiert. Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich dabei mich zu trennen, aber die Schwangerschaft brachte uns dann doch für eine kurze Zeit nochmal näher.

Eine schöne Schwangerschaft hatte ich aber keinenfalls. Bis zum ende 6.Monat hatte ich alle Beschwerden.Und ich wurde im 5.Monat schon gefragt wann es denn soweit wäre so einen Dicken Bauch hatte ich. Das kam aber durch das zuviele Fruchtwasser, mein Arzt meinte damals noch, das könne sich noch einspielen. Na gut, darauf beließ ich es dann auch erstmal .

Mitte 6.Monats sah die Sache dann doch etwas anders aus.

Ich war bei einer Routinemässigen Untersuchung, die aber leider nicht so verlief wie ich mir das erhoffte. Und ich merkte sehr schnell das etwas nicht stimmte.
Mein Arzt hatte einen besorgten Blick aufgesetzt und antwortete auf meine Frage ob alles in Ordnung sei auch nicht wirklich!

Dann erzählte er mir, das es ein paar Auffälligkeiten beim Herzen gäbe. Und er wolle mich lieber ins Krankenhaus überweisen.

Ich machte mir tierische Sorgen!

Ca.eine woche später hatten wir dann den Termin in der Klinik.
Dort wurde der Herzfehler bestätigt. Ein sogenannter AV-Septum-Defekt.

Ich war total schockciert,  aber der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten.
Die Ärztin teilte und dann mit, das sie noch eine Fruchtwasseruntersuchung machen wollen. Da die Fakten, zuviel Fruchtwasser und dieser Herzfehler, darauf hinweisen, das mein kleiner vielleicht das Down-Syndrom hätte.

Mir fiel die Kinnlackerunter. Was hatte sie gerade gesagt? MEIN KIND, das Down-Syndrom? Ich ließ die Untersuchung über mich ergehen, ich kann euch sagen... angenehm war das nun wirklich nicht ( ca.30cm lange Nadel in den Bauch gesteckt zu bekommen).

Am nächsten Tag sollten wir dann das Ergebniss telefonisch erfahren.

Ich war total fertig mit der Welt.Und konnte die darauf folgende Nacht logischerweise kein Auge zu machen. Ständig kreisten meine Gedanken um dieses Ergebniss. Und was das für mich bedeuten würde.

Der nächste tag begann, um 13 uhr klingelte mein handy. Und ich ging ran.

Ich höre die Worte heute noch so,als wenn es gestern gewesen wäre: "Frau .... es tut mir leid!Aber der Verdacht der Trisomie21 hat sich bestätigt. Ihr Sohn hat das Down-Syndrom!"

Kaum wurden diese Worte ausgesprochen, war aich nicht mehr auf diesem Planeten. Ich fiel in ein riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesiges tiefes schwarzes Loch..immer tiefer und  tiefer!

Uns wurde dann im 7.Monat sogar noch ein Abbruch vorgeschlagen. Und ich mich sagen, (heute schäme ich mich dafür)ich hab darüber nachgedacht.Und dann mich dafür entschieden. Aber ich stand von anfang an hinter dieser Entscheidung nicht zu 100Prozent.  Mein Freund redete es mir immer mehr ein. Es wurde eine Ethik Kommison einberufen, und ein Arzt sagte Nein! Er könne diesen Schritt aus moralischer Sicht nicht verantworten. Er würde für meinen kleinen eine Überlebenchance sehen (die war nämlich aufgrund seiner Entwicklung und des Herzfehlers auch niicht sicher) und nur die Diagnose DS  würde für ihn nicht reichen.

Als mir dies mitgeteilte wurde, bin ich in Tränen ausgebrochen. Aber nicht, weil ich so traurig war.Sondern, weil ich froh war das mir diese Entscheidung abgenommen wurde.

Wenn ich heute darüber nachdenke,ich hätte mich letztendlich für Jeremy entschieden. Weil wie ich schon sagte, ich hatte mit meiner Entscheidung bedenken!

Dann setzte ich Himmel und Hölle in Bewegung um mich gut auf die anstehende Situation vorzubereiten. Ich ging zum Jugendamt, usw. Um mir von überall hilfe zuholen..und die Vorfreude auf meinen Kleinen kam immer und immer mehr zurück :)

Am 29.5.2008 ( 2wochen vor geplanten ET) wurde er per Notkaiserschnitt geholt. Da die Versorgung im Bauch 1.nicht mehr ausreichend war, und 2.die Herztöne in immer kürzeren Abständen gefallen sind!
Allen Vorhersagen zu trotz,brauchte er NICHT auf die Intensivstation.Sondern konnte auf die Normale Säuglingsstation.

Und den 1.Moment als ich ihn auf dem Arm hielt, werde ich niiiiiiiiiiiiiiiiiiie vergessen. Dieser Blick, den er mir schenkte.. als wenn er zu mir sagen wollte " Danke Mama! Wir werden es gemeinsam schaffen"


( Dies war jetzt nur die Kurzfassung...zur Zeit schreiben wir an einem Buch... dort ist dann die Ausführliche Fassung drin..der Erlös für dieses Buch geht an einen guten Zweck. Aber dazu erfahrt ihr später mehr ) :)